
A) Gedichtinterpretation *roflmao*
Beim gezeigten Gedicht handelt es sich mehr um ein Bild als ein Gedicht. Auffällig ist, dass Wortinhalt und optischer Eindruck genau gegensätzlich arbeiten. Die vielen massiv eingesetzten “silencio” vermitteln eher den Eindruck eines nach Ruhe Schreiens. Sollte Ruhe selbst dargestellt werden müsste wohl eher ein einzelnes “silencio” in zarter Schrift mit viel Weißraum außenherum gesetzt werden. Gegen das Schreien wiederum spricht allerdings die äußerst akkurate Anordnung der Schrift und auch die sehr strenge Schriftart Helvetica selbst. Somit erhält das “Gedicht” einen sehr technischen, unpersönlichen Touch.
B) Warum das ganze?
Ja, warum Gedichtinterpretation? Warum zum Teufel in einem Kurs der Praktischen Medieninformatik ein Gedicht interpretieren müssen? Wo man sich doch so viele spannende Projekte vornehmen könnte. Diese jede Woche besprechen und weiterentwickeln. Technische Probleme beseitigen und vor allem Inhalt und Optik verbessern. Etwas Schaffen! Zum in der Hand haben! Naja, oder eben für den USB-Stick - Aber etwas handfestes eben. Nicht nur Erinnerungen an nette Diskussionen und schlaue Weißheiten.
Vielleicht weil wir im Laufe des Kurses schonmal über die Ästhetik eines Programms gesprochen haben? Vielleicht soll uns die Gedichtästhetik zu einem besseren Verständnis dieser führen? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. - Es bleibt die Hoffnung, dass unser lieber Dozent schon weiß was er tut …
C) Sowas programmieren?
Eine Gedichtmaschine entwickeln? Der Rechner soll nun also Poesie machen? Am Anfang des Kurses haben wir uns noch mehr oder weniger darauf verständigt, dass nichtmal ein Kochrezept ein Algorythmus sein kann und jetzt soll Poesie entstehen? Hm. Nein, ich denke nicht, dass ich Lust dazu habe mir so etwas auszudenken. Die Rechner sollen mal rechnen und von mir aus auch Schach spielen. Aber Poesie soll mal schön bei denen bleiben, die sie potentiell besser beherrschen.
